Therapiekonzepte

Tiergestützte Therapie

Tiergestützte Therapie als ganzheitliches Entwicklungs- und Förderangebot

Die Tiergestützte Therapie ist eine Intervention, bei der durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielt werden sollen. Grundlage ist ein individueller Förderplan des Klienten, um vorhandene Ressourcen und eingeschränkt ausgebildete Fähigkeiten zu stärken. Hierdurch können physische, soziale, emotionale und / oder kognitive Funktionsfähigkeiten eines Menschen verbessert werden.

Die Hundgestützte Therapie ist eine Form der Tiergestützten Therapie, wie auch die Reittherapie mit Pferden oder Ponys. In unserer Praxis in Rhauderfehn werden wir von unserer Co-Therapeutin EMMA unterstützt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sie sehr beruhigend und integrierend in der Therapie wirkt.

Hunde kommunizieren eben nicht wie Menschen. Sie haben hinsichtlich der Kontaktaufnahme und Zuwendung einen hohen Aufforderungscharakter. Dies vermittelt dem Klienten eine gewisse Art von Ruhe, Sicherheit, Vertrauen und Wohlbefinden.

In unserer Praxis in Heede arbeiten mit dem Reit- und Therapiezentrum Dähling zusammen. Therapeutisches Reiten hilft Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklungsstörungen oder Behinderungen.

Die Reittherapie ist somit ein ganzheitliches und umfassendes Programm, das viele Facetten der Entwicklung und Förderung beinhaltet.

Arbeiten mit dem Therapie­begleit­hund

Unsere Therapiehündin EMMA

Emma ist 6 Jahre alt, sehr kinderlieb und freut sich auf jeden Besucher. Sie unterstützt uns in unserer wichtigen Arbeit und kann schon auf viele kleine und große Erfolgsgeschichten zurückblicken.

Ein Therapiebegleithund ist ein speziell für die Arbeit ausgebildeter Hund, der den Therapeuten unterstützt, wobei die eigentliche Arbeit beim ausgebildeten Therapeuten liegt. Der Einsatz des Tieres hat immer eine begründete Therapieplanung und wird stets reflektiert und evaluiert.

Es ist unwichtig, welcher Rasse der Hund entstammt, welche Farbe er hat oder wie klein oder groß er ist. Ein Therapiehund wird auch nicht als ein solcher geboren! Der Therapeut entscheidet, bei welchem Klienten welcher Hund eingesetzt wird. Der Hund muss zum Therapiebegleithund geeignet sein und einige Anlagen mitbringen, um sich gut sozialisieren zu lassen und durch sein menschenbezogenes, freundliches Wesen die Basis für eine Ausbildung zu gewährleisten.

Ein Therapiebegleithund kann ohne seinen Hundeführer nicht arbeiten, denn beide sind ein eingespieltes Team! Ein Therapiebegleithund ist nie pausenlos im Einsatz. Er ist ein ganz normaler Familienhund, der ein paar Stunden in der Woche mit Menschen „arbeitet“.

Eine Berührung, ein Schnuppern oder das Auffordern zum Spielen können bei Menschen Türen öffnen. Sie werden kommunikativer, aufmerksamer, selbstbewusster und lassen auch Körperkontakt zu. Oft genügt schon die bloße Anwesenheit des Hundes, damit sich ein Mensch entspannt oder ein Kind sich auf seine Therapie konzentrieren kann. Das Tier kann helfen Angst, Stress, Spannungen, Unsicherheiten ab- und Vertrauen aufzubauen. Es fördert Einfühlungsvermögen, Regelverständnis, soziale Kompetenz, Motivation, Motorik und sie können ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln.

Therapie­begleit­hunde in der Therapie

Psychische Erkrankungen
Störungen der Wahrnehmungsfähigkeit und Wahrnehmungsverarbeitung
Sensorische Integration
Störungen der Grob- und Feinmotorik
Förderung und Stabilisierung von Gedächtnisleistung
Aufmerksamkeit und Konzentration
Störungen des Bewegungsablaufes
Stabilisation der Psyche und Erhalt und Förderung des Selbstvertrauens
Erhaltung des Bewegungsausmaßes der Gelenke
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Warum haben Hunde solche Wirkung?

Hunde sind geduldige Zuhörer, dankbare Kuschelpartner, Motivatoren, Trostspender, sie bewerten oder verurteilen nicht, spenden Wärme und Zuneigung und lenken von Problemen ab – sie finden Zugänge zu den Menschen, die uns oft verwehrt bleiben.

Soziale Wirkungen

  • Aufhebung von Einsamkeit und Isolation
  • Körperkontakt, Intimität, Nähe
  • Kommunikation

Psychische Wirkungen

  • stabilisieren der Befindlichkeit
  • Förderung von Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Selbstbild, Selbstsicherheit
  • Abbau von Ängsten
  • Entspannung, Stressreduktion
  • Soziale Integration
  • antidepressive Wirkung

Physische Wirkungen

  • Herz/Kreislaufsystem
  • Nervensystem
  • Bewegungsapparat
  • Gesundheitsverhalten